Falschluft Klappern Zischen Ansaugtrakt

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zois1
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Falschluft Klappern Zischen Ansaugtrakt

Beitrag von zois1 »

Hallo zusammen,

ich habe schon seit längeren ein Geräusch, welches ich erst durch eine Undichtigkeit im Abgasrohr an einem Kat vermutete. Da ich dieses jetzt geschlossen habe und es nach wie vor noch da ist, bin ich weiter auf die Suche. Ein Freund meint er zieht irgendwo Falschluft. Jetzt habe ich die Ansaugkrümmer Dichtungen oben und unten getauscht und ist leider immer noch da. Gefühlt meine ich bei kalten Motor ist es lauter/schlimmer.
Beim Testen/Gasgeben für das Video ist er mir im Leerlauf auch ausgegangen. Beim Fahren selbst sind da keine Probleme.

Anbei mal ein Video.
https://youtu.be/AfDivXxOTYU

....habt ihr noch eine Idee....?

Achso ..kommt von der rechten Seite in Fahrtrichtung.
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Beitrag von GuidosGarage »

Moin,

für mich klingt es zum einen so, dass dein Auspuff im Bereich des Abgaskrümmers undicht ist (Abgaskrümmerdichtung / Abgaskrümmer gerissen). Und zusätzlich noch weiter hinten, evtl. an den Katalysatoren.

Das "pfffff" klingt wie ein fehlender Unterdruckschlauch. Hast du schonmal versucht, die Stelle mit Bremsenreiniger zu lokalisieren? (Intakte Zündanlage vorausgesetzt, sonst macht es schnell "puff" und du hast richtig Feuer unter der Haube ;-) )
Hast du den Schlauch vom PCR-Ventil überall an den Anschlüssen?
Ist das Ventil selbst i.O. oder ist vielleicht aus irgendeinem Grund das Plastikgehäuse defekt?
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Beitrag von anncarina »

Ich würde das mit einer Nebelmaschine abdrücken. Wenn Du Lust hast kannst Du ja mal vorbei kommen. Dann werfe ich mal ein Ohr drauf :)
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Beitrag von zois1 »

Optische Beschädigungen an Schläuchen oder Dosen konnte ich nicht feststellen. Mit Bremsenreiniger habe ich noch nicht abgesprüht.
Du meinst sicherlich das PCV Ventil für die Kurbelgehäuseentlüftung? Das habe ich ebenfalls nicht geprüft...nur eine neue Schelle dran gemacht (war nur mit Kabelbinder fest). Aber da kommt man ja so gut dran jetzt wo ich alles wieder zusammen habe.

Bekomme die Tage eine Nebelmaschine geliehen, mal sehen ob da dann was zu sehen ist....
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Beitrag von GuidosGarage »

zois1 hat geschrieben:Du meinst sicherlich das PCV Ventil für die Kurbelgehäuseentlüftung?
Ja, genau.
zois1 hat geschrieben:Mit Bremsenreiniger habe ich noch nicht abgesprüht.
Das macht man immer als erstes, wenn Verdacht auf Falschluft besteht und man keine Nebelmaschine hat ;-)
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Da kommen bei deinem Wagen jetzt sicherlich gleich mehrere Sachen zusammen, da der Motor läuft wie ein Sack Nüsse. Die Nüsse einsammeln und dem Weihnachtsmann geben, dass wäre zwar jetzt eine Möglichkeit die Nüsse los zu werden, ob es bei deinem Wagen auch weiterhilft, dass ist allerdings fraglich. Ich denke mal das du selber die Probleme finden musst und dazu habe ich zwei Lösungsvorschläge.

Was man in jedem Fall hören kann, dass ist meiner Meinung nach ein deutliches Abgasgeräusch, dass vermutlich aus dem Bereich des Abgaskrümmer kommen dürfte. Kalt schlimmer als im warmen Zustand, dass passt in jedem Fall genau in diesen Bereich. Ich kenne solche Geräusche vom Ford Expedition, da gibt es oft abgerissene Bolzen am Krümmer. Es könnte aber auch eine defekte Dichtung sein und im schlimmsten Fall ein gerissener Krümmer. Du kannst das Geräusch hören, aber du findest die betreffende Stellen nicht, dann kauf dir ein super preisgünstiges Gasleck Suchgerät für 20 Euro, damit kannst du die Undichtigkeit bei laufendem Motor leicht entdecken / erschnüffeln. So ein „Billiggerät“ findet aber auch Problemlos Lecks am Tank und an der Tankentlüftung, an der LPG Anlage und selbst bei einem Leck an der Klimaanlage wirst du mit so einem Gerät fündig. So ein Gasleck Suchgerät reagiert auf Kohlenwasserstoffe und muss nicht sehr speziell sein, aus diesem Grund kann man damit auch problemlos Abgaslecks finden, da im Abgas immer noch genügend unverbrannte Kohlenwasserstoffe vorhanden sind, um bei dem Gasleck Suchgerät eine Reaktion / Alarmmeldung zu erzeugen.

Ich nutze so einen 20 Euro „Billigkracher“ schon seit längerer Zeit und das Teil ist sein Geld allemal wert. Vor allem nach Arbeiten an der Gasanlage ist man immer auf der sicheren Seite, wenn man nach Abschluss der Arbeiten mal mit der Sonde an den jeweiligen Stellen rumschnüffelt. Wichtig ist aber der Hinweis das die Sonde vorne am Schwanenhals passiv ist, es gibt also keine Luftansaugung oder ähnliches, somit muss der Kopf mit der Sonde relativ nahe an das Geschehen herangeführt werden. Bei einem heißen Krümmer muss man also ein wenig aufpassen, sonnst gibt es da keine großen Einschränkungen. Die Empfindlichkeit kann man bei so einem Billiggerät manuell einstellen, dass lässt eine sehr empfindliche Einstellung zu. Die Schnüffelgeräte beim TÜV, Dekra, GTÜ und so weiter, lassen sich nicht manuell einstellen, so verhindert man das der Prüfer mal ein kleines Leck „aus Versehen“ nicht erkennt.
https://www.ebay.de/itm/Gasdetektor-Gas ... Sw5PJdNSrj

Das Abgasgeräusch wird zusätzlich durchgehend durch ein Schlürf-Geräusch begleitet, hier wird ganz offensichtlich Luft angesaugt, die nicht vom Luftmassenmesser erfasst / erkannt wird, darum läuft der Motor auch wie ein Sack Nüsse! Auf Grund der nicht mit bemessenen Luftmenge ist das Gemisch im Leerlauf deutlich zu mager, dass verursacht dann den sehr unruhigen Motorlauf. Ein Abgasleck kann solch einen unrunden Motorlauf normalerweise nicht verursachen, selbst dann wenn die Lambdasonden durch ein Abgasleck deutlich zu viel Luft im Abgas ermitteln, solche Probleme kommen eigentlich nur ans dem Ansaugbereich. Das Leck dürfte relativ groß sein, ein abgezogener Unterdruckschlauch, eine eingerissene Schlauchverbindung, oder im schlimmsten Fall ein beschädigter Unterdruckspeicher, so was kann solche Geräusche verursachen.

Das Geräusch ist vor allem auch bei geschlossener Drosselklappe zu hören, dass Leck dürfte also in jedem Fall nach der Drosselklappe zu finden sein, aber auch ein stark eingerissener Verbindungsschlauch zur Drosselklappe, als dass Stück in dem auch der Luftmassenmesser sitzt, könnte eventuell zu hörbaren Undichtigkeiten führen. Die Kurbelgehäuseentlüftung (Kurbelgehäusedurchlüftung) kann ein großes Leck erzeugen, vor allem auf der ansaugenden Seite vom Ventildeckel zur Ansaugbrücke.

Funktioniert die Lüfterklappeneinstellung der Heizung? Es gibt normalerweise einen Vorratsbehälter für den Unterdruck, möglicherweise ist dieser defekt. Bei meinem Ford Expedition kann ich den Unterdruck am Verteilerstück messen, dort wo der Unterdruckschlauch in den Fahrgastraum geht. An der Stelle ist eine grüne Plastikkappe vorhanden, ob das bei einem Explorer auch vorhanden ist weiß ich allerdings nicht. Bei abgeschaltetem Motor müssen sich die durch Unterdruck gesteuerten Klappen der Lüftersteuerung noch für eine kurze Zeit bewegen lassen, geht das überhaupt nicht, oder kannst du generell fast nichts verstellen, und die Luft kommt immer aus den gleichen Düsen, dann hast du in diesem Bereich ein ordentliches Leck, also bei den Unterdruck Steuerleitungen, beziehungsweise bei allen Punkten nach dem Verteilerstück, in dem auch ein Rückschlagventil enthalten ist. Der Unterdruck im System bleibt eine gewisse Zeit erhalten, passiert das nicht, dann gibt es dort eine ganz offensichtlich eine Undichtigkeit. Der Unterdruckbehälter ist vermutlich im Radhaus hinter der Radhausabdeckung untergebracht, bei meinem Ford Expedition ist sie auf der Rückseite des Batteriefach angebracht.
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Beitrag von zois1 »

Gerade mal mit der Nebelmaschine abgedrückt. Ich konnte keine Anzeichen feststellen. Hab richtig "Disco" gemacht und zum Test auch mal ein Schlauch an der Ansaugbrücke abgezogen, da kam es dann leicht raus. Ansonsten nix.

Dafür konnte ich schon einmal eine undichte Stelle am Abgaskrümmer (Zyl.3) feststellen. Konnte mit einem langen Schraubendreher zwischen Krümmer und Dichtung. Da ist was lose oder durch.
Hatte mal mit Lecksuchspray bei kaltem Motor drauf gesprüht, das hats gleich weggeblasen , es kam erst gar nicht zur Blasenbildung.

Ich vermute aber auch noch definitiv was an der Ansaugung.

Die Fehlersuche gestaltet sich aktuell bei mir schwierig, da ich aktuell viel Arbeit habe und auf das Auto angewiesen bin. Bleibe ab dran.
Danke schonmal für eure Tipps und Hilfe.
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Für einen gescheiten Test mit der Nebelmaschine musst du aber auch das Gegenteil vom Unterdruck generieren, der bei laufendem Motor existiert, einfach nur Nebel in den Ansaugbereich hinein pusten das bringt nichts! Versuche den gleichen Test mal mit etwas Überdruck, erst dann hast du ein gescheites Ergebnis und vor allem kannst du dann den austretenden Nebel auch deutlich besser erkennen. Am abgezogenen Schlauch kam ja laut deiner Aussage nur leicht was raus, dass mag ja jetzt auch durchaus zutreffend sein, aber du darfst nicht vergessen das bei laufendem Motor und geschlossener Drosselklappe, gut und gerne 0,4 – 0,6 Bar Unterdruck vorhanden sein sollten. Der anliegende Unterdruck ist jedoch von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel ist er geringer, wenn die Leerlaufanhebung bei kaltem Motor noch aktiv ist. Da der Motor extrem „bescheiden“ läuft, kann das Abgasleck alleine aus meiner Sicht niemals der alleinige Grund für die bestehenden Rundlaufprobleme sein.

Wie sieht es mit dem Motorverschleiß aus, hast du mal an den einzelnen Zylindern einen Druckverlusttest durchgeführt? Ein Kompressionstest sagt zwar auch schon ein bisschen was aus, aussagekräftiger ist aber generell ein Druckverlusttest. Auch für so einen Test gibt es wieder sehr preisgünstige Tools, die trotzdem ein aussagekräftiges Ergebnis liefern. Ist der Druckunterschied in den einzelnen Zylinder zu groß, dann schüttelt sich der Motor allein schon deswegen möglicherweise im Leerlauf.

Die defekte Kümmerdichtung solltest du in jedem Fall kurzfristig austauschen, denn über das Abgasleck gelangt im ungünstigsten Fall Luft in die abgehenden Abgase und diese Luft wird ein kurzes Stück weiter von der Lambdasonde erkannt. Bei zu viel Luft im Abgas geht das Motorsteuergerät von einem zu mageren Gemisch aus und fettet es entsprechend an. Was du in Endeffekt in jedem Fall haben wirst, dass ist eine deutliche Abweichung der Fuel Trimm Werte und einen ansteigenden Kraftstoffverbrauch. Bei einer Abgasuntersuchung dürfte es eventuell schwierig werden einen Lambdawert von 1.00 zu erreichen, klappt das nicht bestehst du die Abgasprüfung nicht und dann gibt es auch im Anschluss daran keine Hauptuntersuchung, beziehungsweise keine TÜV Plakette.
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Beitrag von guidolenz123 »

Ich hatte mal beim XP ein Zischen, das von der Niveauregulierung kam..Du schreibst, dass Du beim Fahren nichts Nachteiliges bemerkst.....könnte ja auch was außerhalb des Antriebs sein...
Gruß Guido
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Beitrag von GuidosGarage »

guidolenz123 hat geschrieben:Ich hatte mal beim XP ein Zischen, das von der Niveauregulierung kam..Du schreibst, dass Du beim Fahren nichts Nachteiliges bemerkst.....könnte ja auch was außerhalb des Antriebs sein...
So, wie das in dem Video zischt, wird das am Motor sein. Eine Undichtigkeit an der Niveauregulierung wirst du nicht beim laufenden Motor unter der Motorhaube hören.
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Beitrag von zois1 »

guidolenz123 hat geschrieben:Ich hatte mal beim XP ein Zischen, das von der Niveauregulierung kam..Du schreibst, dass Du beim Fahren nichts Nachteiliges bemerkst.....könnte ja auch was außerhalb des Antriebs sein...
Danke für den Tipp, aber das kommt definitiv vom Motor. Das Zischen der Niveau kenn ich nur zu gut.

ich versuche am WE die Schrauben des Abgaskrümmers zu kontrollieren und nach zu ziehen, ansonsten muss doch der komplette Krümmer raus um die Dichtung zu erneuern ? Das wird ja ein Spaß dann....

@Wanne: Das Gegenteil von Unterdruck ist Überdruck, wie generiere ich diesen bei ausgeschaltetem Motor für den Nebeltest ?
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Beitrag von dirk68 »

Das Gegenteil von Unterdruck ist Überdruck, wie generiere ich diesen bei ausgeschaltetem Motor für den Nebeltest ?
Kompressor an den Luftfilter anschließen. Dann ist auf allen Vakuumschläuchen ohne Absperrventil und der Ansaugbrücke Überdruck. Musst ja nicht gleich 10 bar draufhauen.
die Schrauben des Abgaskrümmers zu kontrollieren
Gute Idee
und nach zu ziehen
Blöde Idee.
Das ist nur M6 oder M8 Stahl in einen Alublock geschraubt. Das Gewinde frist sich von selbst fest und nach fest kommt ab. Dann hast du ein viel größeres Problem. Wenn der Krümmer bläst, mach die Dichtungen neu. Einen verzogenen Krümmer oder eine defekte Dichtung kriegst nicht mit Nachziehen dicht.
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Für den „Überdrucktest“ umwickelst du sorgfältig eine Druckluftpistole, bei der mindestens ein 5 cm langes Düsenstück dran ist mit einem Lappen. Den Ansaugschlauch bis zur Drosselklappe nimmst du ab und sorgst mechanisch dafür das die Drosselklappe voll geöffnet ist. Wenn die Nebelmaschine keinen Schlauch haben sollte, dann nebelst du erst mal Discomäßig die Ansaugbrücke von innen ein, dann steckst du den straff gewickelten Stoff wie einen Pfropfen auf die Drosselklappe und baust dann einen brauchbaren (jedoch geringen) Überdruck auf. Ein halbes Bar Überdruck reicht vollkommen aus um die Luft durch irgendwelche undichten Stellen zu drücken, du musst also keinen wer weiß wie hohen Überdruck generieren. Es ist dabei auch egal wenn ganz viel Luft durch den Lappen entweicht, der Lappen ist sozusagen dein Überdruckventil und sorgt dafür das du nichts kaputt machst. Für diese Anwendung ist eine zweite Person hilfreich, die zweite Person schaut entweder nach austretendem Nebel, oder bedient die Druckluftpistole.

Du kannst die Druckluft auch aber an einem anderen Punkt einbringen, es gibt an der Ansaugbrücke ja sicherlich mehrere Schlauchanschlüsse. Nur würde ich das lieber nicht machen, denn einerseits könnte ja genau an dem abgezogenen Schlauch die undichte Stelle vorhanden sein und auf der anderen Seite erzeugst du mit einer fest gegen die Öffnung gedrückte Druckluftpistole im schlimmsten Fall einen deutlich zu hohen Druck!

Sollte kein Leck gefunden werden, dann bleibt aber die Frage bestehen warum der Motor sich im Leerlauf so stark schüttelt. Nur weil abgasseitig was rausgeblasen wird, kann das nicht der Grund für einen derart unrunden Leerlauf sein, denn bei einem Abgasleck fettet durch die „Falschluft“ an der Lambdasonde das Gemisch an, dass sorgt eher für einen ruhigen Motorlauf, nicht zu einem Motorschütteln.

Die Schrauben nachziehen am Krümmer, in der Hoffnung das die Undichtigkeit dann verschwindet, diese Idee würde ich komplett vergessen. Die Dichtung unter dem Krümmer ist sicherlich schon wer weiß wie weit verbrannt und zerbröselt und somit praktisch unbrauchbar. Darüber hinaus würde man beim Nachziehen der Muttern, falls die sich überhaupt bewegen lassen, eine deutliche Verspannung im Gusskrümmer verursachen. Heute ist nur die Dichtung beschädigt und morgen ist dann auch eventuell auch der Krümmer beschädigt / gerissen, also lass es lieber sein, dass ist keine wirklich gute Idee.

Je nachdem wie (schlecht) die Bolzen und Muttern aussehen, solltest du dir einen kompletten Satz neue Bolzen mit Muttern besorgen. Abgerissene Bolzen bekommst du durch das aufschweißen einer Mutter heraus, dass klappt auch wenn der abgerissene Bolzen bündig mit der Fläche am Zylinderkopf abgerissen ist. Für Stehbolzen gibt es drüber hinaus einen sogenannten Stehbolzenausdreher, so ein (preisgünstiges) Tool erleichtert die Arbeiten ungemein. Ich nutze für meine Arbeiten die beiden als Link angefügten Werkzeuge, der große einteilige Ausdreher hat den Vorteil das man praktisch bis fast bündig an die Oberfläche mit dem Tool arbeiten kann, außerdem hat er mit 6-19 mm einen weiten Anwendungsbereich. Bündig arbeiten heißt in diesem Fall, dass alles was auch nur wenige Millimeter übersteht, von dem Tool gegriffen werden kann, es gibt also keinen toten Bereich. Dieser Ausdreher eignet sich auch zum eindrehen, drückt aber nur mit dem verzahnten Rad gegen den Bolzen. Das Teil kann ordentliche Kräfte übertragen, beschädigt dabei aber auch schnell das Gewinde. So lange dort keine Mutter aufgeschraubt wird ist das aber fast egal.

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... 3&_sacat=0

Das zweite Set ist etwas filigraner, hier drücken drei Backen gegen die Gewindestange und sorgen dafür das am Gewinde nicht viel beschädigt wird. Die Kraft wird besser übertragen, aber der Aufbau ist wegen dem vorgegebenen Stehbolzendurchmesser stark eingeschränkt. Dieses Set eignet sich für 6, 8, 10 und 12 mm Stehbolzen. Abgesehen davon sitzt die Mechanik relativ tief in der Nuss, die ersten 6 – 7 mm sind ein toter Bereich, damit kann man nichts greifen / drehen.

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... 1945866343

Auch der Platzbedarf der Tools ist stark unterschiedlich, der einteilige Ausdreher benötigt vom Durchmesser her einen Platz von 55 bis 65 mm, kann dafür aber sehr viel Kraft übertragen und die Länge der Stehbolzen ist nicht eingeschränkt. Die Kraftübertragung erfolgt durch den geriffelten Exzenter. Die Nüsse haben nur einen Durchmesser von rund 29 mm, dafür ist die Länge der Stehbolzen aber auf rund 45 mm begrenzt. Die Kraftübertragung erfolgt hier durch drei Walzen die beim drehen nach innen gedrückt werden, hier sind jedoch keine Riffel vorhanden, die maximale Kraftübertragung ist also nicht extrem hoch.

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Beitrag von dirk68 »

Den Ansaugschlauch bis zur Drosselklappe nimmst du ab
Nee dran lassen und den Luftfilter mit MAF entfernen. In den Schlauch gehen 2 Unterdruckschläuche und durch die würde die Luft dann zurück fließen.
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